Webhosting - Suchmaschinenoptimierung
Auch bei der Wahl des Webhosters kann man in Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung einiges richtig und anderes wiederum falsch machen. Sie sollten sich von vornherein klar sein, ob sie nur ein kleines Projekt realisieren möchten oder eine riesige Community erstellen wollen.
Man unterscheidet zwischen zwei arten von Webhosting, zum einen das Sharedhosting und zum anderen das Serverhosting.
Sharedhosting:
Bei dieser Art von Webhosting teilt man sich einen Server mit einer einzigen IP Adresse (kann man mit einer Telefonnummer vergleichen) mit Hunderten anderen Website Betreibern. Der Vorteil liegt dabei klar auf der Hand, die Kosten sind sehr gering und man muss nicht technisch versiert im Bezug auf die Serverkonfiguration sein.
Der Nachteil ist die Nutzung der gleichen IP-Adresse, die man sich ja mit Hundert anderen teilen muss, diese kann aufgrund von Spam missbrauch anderer Nutzer bereits bei Mailingdiensten gesperrt sein, somit landet die eigene Mail bei dem Angeschriebenen automatisch im Spampostfach, obwohl man selbst gar nichts verbrochen hat. Auch die Performance des Servers ist meist nicht so stark, dass Google und Co alle Unterseiten problemlos einlesen können, die Crawler der Suchmaschinen brechen ihren Besuch bei zu langer Ladezeit ab und somit wird der Textinhalt ihrer Website nicht gefunden. Ebenso gibt es bei Sharedhostern Einschränkungen bei der Konfiguration aus Sicherheitsgründen, somit kann es sein, das man keine .htaccsses Dateien anlegen kann, um Domains umzuleiten oder der Mod_Rewrite nicht möglich ist mit welchem man suchmaschinenfreundliche Dateien erstellen kann.
Dies sind nun viele Nachteile, aber wenn man nur ein kleines Projekt realisiert, ist man mit Sharedhosting genau richtig. Informieren sie sich einfach im vorhinein ob folgende Konfigurationen unter anderen möglich sind:
- Mod_Rewrite aktivierbar
- .htaccsses tauglich
- Eigene IP (meist nur gegen Aufpreis)
Informieren sie sich ebenso über die Performance des Servers und bedenken sie, falls ein Script wie zum Beispiel Joomla installiert wird, ob der Betreiber auch den Anforderungen im Bezug auf die Konfiguration des Webspace gerecht werden kann. Hierbei schildern sie dieses einfach dem Hoster.
Serverhosting:
Beim Serverhosting mietet man sich einen eigenen Server mit einer eigenen IP-Adresse. Dies hat den Vorteil das man alleiniger Nutzer der IP ist und auch in der Konfiguration komplette Freiheit genießt. Ebenso ist die Performance des Servers mehr als ausreichend und man läuft nicht so schnell Gefahr das der Server überlastet ist und vielleicht sogar sich aufhängt. Manche Menschen behaupten sogar, das eine eigene IP-Adresse bei Google höher also wichtiger gewertet wird als eine IP-Adresse die mit mehreren Betreibern geteilt wird. Ob das nun stimmt weis ich nicht, aber es kann ja nicht verkehrt sein.
Aber Achtung! Wer einen eigenen Server betreiben will, muss auch Ahnung von der Materie haben. Viele Hacker haben es sich zur Aufgabe gemacht falsch Konfigurierte Server zu missbrauchen. Denn Schaden dafür tragen auf jeden fall Sie und das kann richtig ins Geld gehen.
Deshalb empfehle ich ihnen und das aus eigener Erfahrung, wenn sie keine Ahnung von Linux-, Debian- und Co Servern haben, schaffen sie sich einen Managed Server an, dieser kostet zwar mehr aber sie gehen auf nummer sicher. Bei einem Managed Server werden alle Updates, Sicherheitseinstellungen und Protokollaufgaben von einem Servicetechniker des Webhosters vorgenommen. Somit gehen sie in Sache Haftbarkeit auf nummer sicher.
Es gibt drei arten von Servern die man mieten kann:
vServer (Virtuelle Server) – kann man mit Sharedhosting fast gleich setzen. Man teilt sich einen Server mit mehreren Usern allerdings mit unterschiedlichen IP-Adressen (ist aber nicht immer so). Die Performance wird hier ebenso eingeschränkt wie beim Sharedhosting.
rServer (Root Server) – hier ist man selbst der Boss, aber auch der Verantwortliche in Sachen Konfiguration und Haftbarkeit. Bei dieser Art von Server kann man das Optimale an Performance zu relativ günstigen Preisen rausholen und man muss den Spaß nicht mit anderen teilen.
mServer (Managed Server) – der Mercedes unter den Mietservern. Hier sagt man dem Hoster was man vor hat, dieser richtet den Server dementsprechend ein und wartet ihn auch regelmäßig. Aber guter Service hat auch seinen Preis.

